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02.01.2017
Die lustige Selbst-Danksagung ist von der Plattlinger Heimopferseite schon wieder verschwunden. Stattdessen steht dort ein Text, der behauptet, Rechtsanwalt Weber sei vom Betroffenenforum vorgeschlagen worden und die AG Heimopfer hätte sich diesem Vorschlag nun angeschlossen.

Richtig hingegen ist, dass die AG Heimopfer bereit war, dem Vorgeschlagenen die Gelegenheit zur Vorstellung seines Konzepts zu geben. Der Termin war auch mit allen vereinbart, aber Detlev Zander hat die Vorstellung (seines angeblichen Wunschkandidaten) platzen lassen. Daraufhin hat die AG Heimopfer eine Woche später diesen Kandidaten vorgeschlagen für einen neuen Vorstellungstermin, den Herr Zander hoffentlich nicht wieder wird verhindern können.

Detlev Zander versteht ganz offensichtlich nicht, welche Reihenfolge einzuhalten ist: zuerst muss möglichen Kandidaten für das Amt des Aufklärers Gelegenheit gegeben werden, vor allen Beteiligten ein Konzept vorzustellen. Erst dann kann die Auftraggebergruppe eine Entscheidung treffen.

Stattdessen versucht er, der AG Heimopfer zu unterstellen, sie hätte sich schon jetzt festgelegt. Durch solche ständige Falsch- und Halbinformation wird von Detlev Zander immer wieder versucht, Abläufe und Personen zu beschädigen. Zudem kolportiert er dauernd, es stünden schon Entschädigungszahlen im Raum, denen irgendwer auch schon zugestimmt oder nicht widersprochen hätte. Alles Unsinn!

Nochmal für die Plattlinger: 
Aufklärer: zuerst Benennung möglicher Kandidaten (wohl schon geschehen), dann die Vorstellung der Kandidaten, die Interesse an dieser Aufgabe haben, dann Auswahl eines Aufklärers, dann dessen Beauftragung, dann ein Vertrag des gewählten Aufklärers mit der BM. Dieser Vertrag muss öffentlich erkennbar die Unabhängikeit des Aufklärers beweisen (Akteneinsicht, Budget). Erst wenn der Aufklärer Ergebnisse vorlegen kann, wird man über Entschädigungen und deren Höhe sprechen können.

Der erste Versuch einer Aufarbeitung startete am 13. Januar 2015. Daran waren nur diejenigen beteiligt, die sich heute im Betroffenenforum versammeln. Bis heute wissen wir nichts über die Tätigkeit der damaligen "Steuerungsgruppe", nur, dass sie gescheitert ist. Die an diesem Scheitern Beteiligten sollten etwas bescheidener auftreten und nicht weiter versuchen, einen zweiten Start zu erschweren.



31.12.2016
Im Spiegel betrachtet

Am Ende eines Jahres ist es der Brauch, Dank zu sagen. So auch auf der Seite der IG Heimopfer. Dort wird namentlich genannten Damen und Herren für die geleistete Arbeit gedankt. Die Unterzeichner der Danksagung sind die Genannten höchstselbst.

Man sagt es dem sparsamen Schwaben nach, er feiere den 2. Advent mit einer Kerze vor dem Spiegel. In Bayern hat man dies nun weiter entwickelt. Warum sich nicht eine Danksagung selbst schreiben, wenn sich niemand sonst findet. 

Mit dem Spiegeltrick löst sich nun auch unser Weihnachtsrätsel. Die Frage lautete, wie es Detlev Zander gelingen konnte, einen Regensburger Anwalt zugleich ein- und wieder auszuladen. Vor dem Spiegel? Kein Problem, dieselbe  Aktion, nur seitenverkehrt.

Wir freuen uns mit der bayrischen Truppe über den humoristischen Beitrag zum Jahreswechsel und versprechen, dem Plattlinger Komödienstadel auch im neuen Jahr den Spiegel vorzuhalten.

Prost Neujahr!




30.12.2016
Schlecht recherchiert

Heute berichtet die Stuttgarter Zeitung über den Stand der Dinge in Korntal (von der StZ jetzt dem Landkreis Böblingen zugeordnet) und schreibt tatsächlich, Detlev Zander favorisiere den Regensburger Anwalt Weber als Aufklärer, insbesondere dessen "Vorgehensweise". Was die Zeitung verschweigt, ist die bewiesene Tatsache, dass Detlev Zander gerade erst verhindert hat, dass Anwalt Weber seine "Vorgehensweise" in Korntal hätte vorstellen können.

Zander betreibt ein doppeltes Spiel und die StZ ist drauf reingefallen. Eine Grundregel lautet: "Audiatur et altera pars", das heißt, "auch die andere Seite ist anzuhören". Dass die Zeitung sich hier nur einseitig informiert hat, ist bedauerlich. Wie wäre es mit einer Richtigstellung? Um die bitten wir ausdrücklich.

Respekt, Herr Zander, mit welcher Chuzpe Sie nicht nur Ihre Leidensgenossen betrügen, sondern auch die Presse an der Nase herumführen. 



30.12.2014
Nochmals: Wieso hat Detlev Zander verhindert, dass sein Favorit für die Aufklärung, ein Regensburger Anwalt, sein Konzept in Korntal/Stuttgart vor allen Opfergruppen vorstellen konnte? Zander beantwortet in seinem heutigen Statement genau diese Frage schon wieder nicht, warum er den eigenen Vorschlag torpediert hat. Heute zeigt er sich verwundert, dass die AG Heimopfer für ihn eingesprungen ist und eine weitere Vorstellungsrunde mitträgt.

Bevor ein Aufklärer beauftragt werden kann, sollte er - nebst anderen Kandidaten - zuerst sein Konzept vorstellen. Wieso hat das Betroffenforum genau diese Vorstellungsrunde platzen lassen? Wer hat einen Vorteil davon, wenn wieder Zeit verstrichen ist? Das Betroffenenforum war an der missglückten ersten Runde beteiligt, hat dann ein halbes Jahr geopfert, um Geld für ein Büro zu erstreiten. Die zweite Jahreshälfte 2016 wurde mit Zu- und Absagen von Gesprächsterminen verplempert.

Für 2017 wünschen wir uns, dass die Aufarbeitung tatsächlich beginnt und nicht von Leuten verhindert oder verzögert wird, die egoistische Eigeninteressen verfolgen und damit nur erreicht haben, dass das ganze Jahr 2016 ungenutzt verstrichen ist.


 

28.12.2016
DZ stiftet weiter Verwirrung

Detlev Zander hat seine Fake-News weiter auf seiner Facebook-Seite stehen und weitere hinzugefügt. Wir berichtigen:

1. Es gibt gar keine AG-Opferhilfe
2. DZ wirft einer - uns nicht bekannten - AG Opferhilfe vor, in Sachen Entschädigungen kein Veto eingelegt zu haben. Allein an dieser Nachricht sieht man, das Detlev Zander entweder bewusst lügt oder aber heillos überfordert ist. Keine der beteiligten Gruppen kann ein Veto-Recht haben, es gibt ja kein verfasstes Regelwerk, auf das man sich beziehen könnte. Detlev Zander scheint sich - entgegen seinen Beteuerungen - mit Aufarbeitungsprozessen überhaupt nicht auszukennen, sonst würde er keinen solchen Unsinn veröffentlichen. Schlimm wäre, wenn er es wider besseres Wissen getan hätte und damit zum wiederholten Male seine Leidensgenossen in die Irre führt.
3. DZ beont, seine Gruppe sei zu Gesprächen bereit. Beim letzten Gespräch ist er aufgestanden und hat den Saal verlassen, zum nächsten Gespräch Mitte Januar ist er ausdrücklich eingeladen. Wieso will er den Eindruck erwecken, man wolle ihn ausschließen? 

Detlev Zander verfolgt konsequent sein Ziel, das zarte Pflänzchen eines zweiten Versuchs der Aufarbeitung im Keime zu ersticken. Er verlangt Gespräche und sagt diese dann aber ab. Er verlangt, einen Rechtsanwalt aus Regensburg zu engagieren und verhindert gleichzeitig, dass dieser sich vorstellen kann.

Die Facebook-Seite von Detlev Zander enthält jede Menge Falschmeldungen und Lügen. Inzwischen erscheinen diese Texte auch auf der Heimopfer-Website, die von Michael Spreng betreut wird. Lieber Michael Spreng, bitte machen Sie sich nicht zum Gesellen dieser Fake-News. Wenn Sie schon Texte von Detlev Zander übernehmen, dann prüfen Sie vorher die Richtigkeit. Sonst machen Sie sich mitschuldig am Betrug an Ihren Leidensgenossen.
 
 



26.12.2016
Und weitere Fakes

Detlev Zander wünscht allen frohe Weihnachten und setzt gleich wieder schlimme Falschmeldungen daneben:

1. Es gibt keine "Aufklärungskonzeption" der Opferhilfe, es gibt lediglich unsere Bereitschaft, uns an der Suche nach einem Aufklärer zu beteiligen. Die Konzeption muss dann der gewählte Aufklärer entwickeln.
2. Ludwig Pätzold ist nicht als Anwalt tätig.
3. Die Opferhilfe hat keiner Entschädigungsregelung zugestimmt, es gibt ja auch noch keine.

Insbesondere die Behauptung Detlev Zanders, es gäbe schon eine Entschädigungsregelung, der wir zugestimmt hätten, ist eine Falschmeldung der übelsten Sorte. So viel Lug und Trug, und das an Weihnachten.

Detlev Zander wird nicht müde, den Regensburger Anwalt Weber als Aufklärer ins Spiel zu bringen. Die Opferhilfe hat diese Lösung nie ausgeschlossen und wollte deshalb - zusammen mit allen Opfergruppen - Herrn Weber (und auch anderen Kandidaten) die Möglichkeit geben, eine Konzeption vorzustellen. Detlev Zander aber hat diesen Termin nicht nur platzen lassen, sondern hat zudem versucht, das Scheitern dieser Kandidatenrunde auch noch anderen in die Schuhe zu schieben. Er prophezeit dem Versuch, endlich die Aufarbeitung zu starten, ein (Zitat) "krachendes Scheitern". Alles was er tut, dient seinem Ziel, ein Scheitern auch des zweiten Versuchs herbeizuführen (beim ersten Versuch war er ja schon erfolgreich). Jede noch so üble Falschmeldung muss dafür herhalten.

Facebook entwickelt derzeit Instrumente, um gegen Fake-News vorgehen zu können. Wir werden dies nutzen, um Detlev Zanders Facebook-Seiten entsprechend zu kennzeichnen. So lange bleibt uns nur, vor seinen Umtrieben auf Facebook ausdrücklich zu warnen. Vorsicht Falle !

Gehen Sie bitte momentan davon aus, das Nachrichten und Meldungen auf Detlevs Zanders Facebook-Seiten eher nicht der Wahrheit entsprechen (ausgenommen Hinweise auf Presseartikel, wobei auch hier der Versuch unternommen wird, durch geschickte Neueinstellungen uralte Presseartikel scheinbar neu und aktuell erscheinen zu lassen.)



22.12.2016
Noch ein Fake:

Detlev Zander hat eine weitere Falschmeldung veröffentlicht: auf seiner Facebook-Fake-News-Seite steht folgendes zu lesen:

(Zitat) Wir werden von Mitglieder der neuen sog. Aufklärergruppe AG Heimopfer/ Opferhilfe immer wieder öffentlich, und mit Mails, dessen Inhalt wir nicht veröffentlichen können, weil der Inhalt dem Prozess nur schadet beleidigt. Diese Reaktionen der AG Heimopfer / Opferhilfe werden wir keine Beachtung mehr schenken. wir sind auf dem richtigen Weg , den wir mit allen Mitteln verteidigen, und durchsetzen werden! Euer Hass ist unser Stolz. (Zitat-Ende)

Die Opferhilfe schreibt keine mails mit beleidigendem Inhalt. Detlev Zander redet gar von Hass. Das ist besonders schlimm. Zander aber versorgt die Heimopfer mit (gerichtsfest nachweisbaren) Falschmeldungen und Boykottaufrufen. Wenn nun die Opferhilfe verzweifelt versucht, die Heimopfer dahingehend zu beraten, Zanders Empfehlungen nicht zu folgen und ihre Entschädigung aufs Spiel zu setzen, wird mit weiteren Fake-News geantwortet.

Die letzte mail, die Detlev Zander von uns erhalten hat und die er nicht veröffentlichen will, weil (wie er behauptet) darin Hass und Beleidigungen zu finden sind, können Sie jetzt hier lesen:

mail vom 18.12.2016 an Detlev Zander:

Sehr geehrter Herr Zander,

nachdem Sie vor einem Jahr die „Aufarbeitung im Dialog“ mit Frau Prof. Dr. Wolff in höchsten Tönen gelobt und gegen unsere Kritik vehement verteidigt haben, wollen Sie nun eine „Aufarbeitung nach dem Regenburger Modell“. Was ist das Besondere an dem „Regensburger Modell“, worin unterscheidet es sich von anderen Konzepten? Im Internet gibt es viele Fundstellen zum „Regensburger Modell“, die aber andere Sachverhalte betreffen.

Sie haben berichtet, dass Ihr fertiges Aufarbeitunsgskonzept in höchsten politischen Kreisen bundesweit Anerkennung gefunden hat. Die „Architektur der Aufarbeitung steht“. Wo kann ich etwas über Ihr Aufarbeitungskonzept erfahren?

Damit Sie nicht meine Anfrage und eventuell weitere Anfragen einzeln beantworten müssen, schlage ich vor, dass Sie das „Regensburger Modell“ und Ihr Aufarbeitungskonzept auf Ihrer Webseite vorstellen.

Die Nachrufe auf die ehemalige Korntaler Erzieherin Gerda Beck und den früheren weltlichen Vorsteher der Brüdergemeinde Dieter Messner standen lange genug an erster Stelle der Rubrik „Aufarbeitung“.

Mit freundlichen Grüßen

Dr. Ludwig Pätzold (Zitat-Ende)

Detlev Zander kennzeichnet diese mail mit den Worten "Hass" und "Beleidigung". Urteilen Sie selbst!

Das Problem von Fake-News beschäftigt zunehmend auch die politische Diskussion. Es bleibt zu hoffen, dass es bald gesetzliche Regelungen geben wird, mit deren Hilfe man besser gegen solche Facebook-Fake-News-Seiten wie die von Detlev Zander vorgehen kann.

Die Opferhilfe wird weiterhin die Heimopfer dabei unterstützen, bewusst gestreute Fake-News zu erkennen. Wir weisen nur dann auf Falschmeldungen hin, wenn wir dafür unwiderlegbare Beweise haben. Detlev Zanders Facebookseite "Betroffenenforum" erhält das Prädikat: Vorsicht Falle ! Insbesondere auch deshalb, weil Detlev Zander "seinen Weg" mit (Zitat) "allen Mitteln verteidigen und durchsetzen" will.

 



17.12.2016
Fake-News

sind ein derzeit großes Thema bei Facebook. Dort werden vermehrt gezielte Falschmeldungen verbreitet. So jetzt auch im Falle der Korntaler Aufarbeitung. Auf einer sog. "Betroffenenseite" wurde ein Aufruf gestartet, dass frühere Korntaler Heimkinder den beiden Mediatoren, die sich um eine Wiederaufnahme der Aufarbeitung bemühen, keine Daten zur Verfügung stellen bzw. sich nicht melden sollen, weil ihnen das schaden könnte.

Untermauert wird diese Fake-New mit der "Entdeckung einer brisanten mail". In dieser mail - diese gibt es tatsächlich - steht geschrieben, dass diejenigen früheren Heimkinder, die ihre Ansprüche nicht anmelden, wohl auch keine Entschädigung erhalten. Wo ist hier die Brisanz? Es ist doch logisch: wer sich nicht meldet und seinen Anspruch begründet, wird leer ausgehen.

Weiter steht in dieser mail die Vermutung, dass sich dann die Gruppe, die zum Boykott aufruft, spalten wird. Nämlich in die, die anonym bleiben wollen und bewusst auf eine Entschädigung verzichten und andere, die ihre Ansprüche vielleicht doch noch anmelden. Auch dies ist ein logischer Schluss und taugt nicht als Begründung für ein Boykottaufruf.

Die Mediatoren bemühen sich redlich, den früheren Heimkindern zu ihrem Recht zu verhelfen. Wenn man sich das Ganze nüchtern betrachtet, kommt man unweigerlich zu dem Schluss:

Liebe ehemalige Heimkinder, geben Sie nicht diesem Boykotteur, der Fake-News verbreitet, Ihre Daten und Informationen, sondern vertrauen Sie den jetzt agierenden unabhängigen Fachleuten.

Inzwischen gibt es auch eine absolut
wasserdichte Beweiskette dafür, dass derselbe Boykotteur mit Lug und Trug versucht, einen der möglichen Kandidaten für den Posten des Aufklärers vom Feld zu räumen, bevor überhaupt eine Entscheidung getroffen wurde.

Dieser Mann, der mit allen Mitteln einen Start der Aufarbeitung hintertreibt, verspricht gleichzeitig, selbst eine bessere Aufklärung durchführen zu können. Aber man kann ihm auch das nicht mehr glauben, denn er ist der Lüge überführt worden. Auch ruft er seit längerem zu Spenden auf, ohne jemals einen Nachweis über deren Verwendung erbracht zu haben. 

Also: Finger weg von dieser Facebook-Fake-News-Seite ! Vorsicht Falle !

Dort wird auch behauptet, die Opferhilfe Korntal hätte sich mit der Brüdergemeinde gegen den Betreiber dieser Facebook-Seite verbündet, andererseits soll die Opferhilfe eine privat motivierte Auseinandersetzung mit der Brüdergemeinde betreiben. Diese beiden Behauptungen widersprechen sich völlig, es handelt sich also - ganz offensichtlich und nachweisbar - wiederum um Fake-News.

Die Opferhilfe Korntal musste zusehen, wie die erste Runde der Aufarbeitung in den Sand gesetzt wurde und von wem. Dass dieselben Leute nun auch den Start des zweiten Versuchs zertrümmern wollen, sollte verhindert werden. Die Korntaler Heimkinder warten schon zu lange auf eine Entschädigung.



15.12.2016

Mediation hat begonnen

Nach den Vorgesprächen hat nun unter Leitung der beiden Mediatoren ein zweiter Versuch einer Aufarbeitung begonnen. Zuerst soll ein unabhängiger Aufklärer gesucht und bestimmt werden.

Beim ersten Treffen am 12.12.2016 hat sich eine Runde bestehend aus verschiedenen Opfergruppen, der Brüdergemeinde und Unterstützern mehrheitlich auf das Verfahren geeinigt, wie der unabhängige Aufklärer bestimmt werden soll.

Eine kleine Gruppe wollte sich der Meinung der Mehrheit nicht anschließen und lehnt das Mediationsverfahren ab, hat aber noch offen gelassen, sich an der dann folgenden Aufarbeitung doch zu beteiligen.

Alle beteiligten Gruppen können frei entscheiden, inwieweit sie sich beteilgen wollen, niemand wird ausgeschlossen, die Türen bleiben immer offen. Das ist der entscheidende Unterschied zum ersten Versuch einer Aufarbeitung im Jahre 2015. Damals war ein großer Teil der früheren Heimopfer vom Verfahren ausgeschlossen worden.


Eine Gruppe verweist auf das "Regensburger Modell". Dies gibt es tatsächlich, aber dieser Begriff ist längst anderweitig belegt. Bevor man solche Begriffe in die Diskussion einführt, sollte man prüfen, ob es dafür nicht schon ein Copyright gibt. Googeln Sie doch einfach mal nach "Regensburger Modell".



01.10.2016
Neustart der Aufarbeitung

Zwei Mediatoren haben begonnen, Gespräche mit den verschiedenen Gruppen zu führen, die sich auf Grund der Ungleichbehandlung im ersten Aufarbeitungsversuch gebildet haben. Ein wichtiges Ziel ist es, allen Gruppen und Personen die Teilnahme am Aufarbeitunsprozess zu gestatten und keiner der beteiligten Gruppen oder Personen das Recht zu geben, andere auszuschließen. Auch soll es den Heimopfern erlaubt werden, Unterstützer zu solchen Treffen mitzubringen.

Private Differenzen zwischen Beteiligten sollen die Aufarbeitung nicht weiter stören und sollen außerhalb dieser Treffen besprochen und beigelegt werden.

Wir wünschen dem neuen Vorhaben gutes Gelingen und werden uns als Unterstützer einbringen, wenn dies von einem oder mehreren der Beteiligten gewünscht ist.




Wir von der Opferhilfe Korntal stellen uns vor:

Seit Anfang Mai 2014 berichtet die Presse über den Missbrauch von Kindern in den Korntaler Heimen seit den 50er Jahren bis 2003.

Das Erscheinungsbild unserer Stadt wird seitdem geprägt durch negative Schlagzeilen und durch die einseitige Diskussion über die Täter.

Die Opfer, die sich immer zahlreicher melden, kommen bisher kaum zu Wort. Dies wirft einen Schatten auf unsere Stadt und lässt einen nachhaltigen Imageschaden befürchten. Einen Imageschaden haben insbesondere die zu fürchten, die heute gute Arbeit in den Kinderheimen machen.

Eine Gruppe von Menschen aus der Zivilgesellschaft möchte dem nicht tatenlos zusehen und wird sich darum bemühen, die Opfer zu Wort kommen zu lassen. Es ist erfreulich, dass die bisher ungesichteten Akten der Kinderheime nunmehr in ein zuständiges Archiv übergeben werden. Es wird aber einige Zeit dauern, bis diese Akten eingesehen werden können.

Was aber in keiner Akte steht, sind die persönlichen Erlebnisse der Heimkinder aus diesen früheren Jahren. Diejenigen von ihnen, die Opfer von Übergriffen geworden sind, müssen die Gelegenheit bekommen, ihre Geschichte zu erzählen und auch auf diese Weise hre schlimmen Erlebnisse zu verarbeiten.

Die Täterfrage werden Gerichte klären, uns geht es darum, die Opfer bei der Bewältigung des Erlebten zu unterstützen, nicht materiell, sondern durch Zuhören und Aufschreiben.

Diese Initiative besteht seit 2014, schon viele der damaligen Opfer haben wieder Kontakt untereinander gefunden und freuen sich, dass ihre Anliegen endlich auch in aller Öffentlichkeit wahrgenommen werden, denn sie waren schon viel zu lange mit ihren Problemen im Verborgenen. Die Berichte, die uns bis heute erreicht haben, sind erschütternd. Es mehren sich die Anzeichen, dass es sich nicht nur um Einzeltäter handelte.

Eine öffentliche Aufarbeitung kann auch denen helfen, die heute in den Einrichtungen arbeiten und fürchten müssen, unter Generalverdacht zu geraten.

Der erste Versuch einer Aufarbeitung im Jahre 2015 ist daran gescheitert, dass er nur wissenschaftlich, nur bis zum Jahre 1975 und zudem hinter verschlossenen Türen stattfinden sollte. Seit Sommer 2016 versuchen nun zwei Mediatoren, eine tatsächliche Aufarbeitung und Aufklärung der Vergangenheit in Gang zu bringen. Im Gegensatz zum ersten Versuch soll nunmehr die Mehrzahl der Opfer nicht mehr ausgeschlossen sein, ebenso soll der Prozess öffentlich und transparent ablaufen. Wir werden diesen zweiten Anlauf unterstützen und kritisch begleiten. Insbesondere werden wir darauf achten, dass alle beteiligten Heimopfer gleich behandelt werden. 


Ansprechpartner:
Dr. Ludwig Pätzold, Ulrich Scheuffele und Peter Meincke
mail: opferhilfe-korntal@gmx.de

Diesen Internet-Auftritt gibt es seit dem 9. Juli 2014.